Begrüßung und Eröffnung der Ausstellung
bei uns geht die Kunst nicht baden
durch den Schirmherrn Herrn Bürgermeister Gerd Stötzel
am 27.05.2000 im Hallenbad Bassum
Auszug



 


"bei uns geht die Kunst nicht baden" heißt die Ausstellung.
Wir wollen damit sagen "wir lassen niemanden baden gehen" in der wahren Bedeutung des volkstümlichen Ausspruchs.


Foto: © Matthias Strohmeyer (Ihr Fotograf Syke)

Der Art.3 Abs.2 Satz 2 GG sagt: "Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden."

Diese Ausstellung ist nichts anderes als die praktische Ausgestaltung dieses zunächst formalen Rechts.
Gesetze haben häufig nur Apellcharakter, sie bleiben unerfüllt, wenn die praktische Anwendung, die Ausgestaltung fehlt.


Foto: © Matthias Strohmeyer (Ihr Fotograf Syke)

Gerade dort, wo Macht und Chancen ungleich verteilt bleiben, wird Brüderlichkeit/ Schwesterlichkeit zum wesentlichen und notwendigen Bestandteil des demokratischen und sozialen Bewußtseins. Im Umgang mit Behinderten trifft dies im besonderen Maße zu.
Für Behinderte können formale Freiheit und formale Benachteiligungsverbote zum Hohn werden, wenn wir ihnen gegenüber ohne Brüderlichkeit/Schwesterlichkeit bleiben.


Foto: © Matthias Strohmeyer (Ihr Fotograf Syke)

Diese Ausstellung hat diesen Gedanken als Hintergrund, hier schließt sich der Kreis: "wir lassen niemanden baden gehen",

"bei uns geht die Kunst nicht baden".


Foto: © Matthias Strohmeyer (Ihr Fotograf Syke)